Folge 13: Aufschieben

Shownotes

Im Montagscoach widmet sich Carsten Ulmer diesmal dem Thema Aufschieben - einem Verhalten, das viele kennen und das oft mehr mit innerem Druck, Unsicherheit oder Überforderung zu tun hat als mit fehlender Disziplin. Auf Basis psychologischer Erkenntnisse zeigt diese Folge, warum wir wichtige Dinge vertagen, was dabei in uns passiert und wie wir aus dem Kreislauf der Prokrastination wieder herausfinden können. Eine kompakte Episode mit hilfreichen Denkanstößen für alle, die ins Handeln kommen möchten.

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00:00:01:

00:00:03: Aufschieben fühlt sich im ersten Moment oft ganz angenehm an.

00:00:07: Ich mach das später, morgen bin ich motivierter!

00:00:11: Ja jetzt gerade passt es mir nicht und manchmal stimmt das sogar.

00:00:15: Problematisch wird es nur wenn aus später irgendwann dauernd später wird.

00:00:20: Dann liegt die Steuererklärung wochenlang rum Die wichtige E-Mail bleibt unbeantwortet.

00:00:25: Das Gespräch dass man führen müsste schiebt man immer weiter vor sich her.

00:00:29: Aber die meisten Menschen schieben nicht auf, weil sie faul sind.

00:00:32: Psychologen beschreiben Prokrastination eher als einen inneren Konflikt zwischen kurzfristigem Wohlfühl und langfristigen Zielen.

00:00:41: Unser Gehirn liebt nämlich unmittelbare Entlastung.

00:00:44: Wenn wir unangenehme Aufgaben verschieben fühlen wir uns erst mal besser – kurzfristiger.

00:00:50: Spannend ist dabei auch das sogenannte Rubicon-Modell aus der Motivationspsychologie.

00:00:55: Es beschreibt, dass Menschen erst dann wirklich ins Handeln kommen wenn sie innerlich eine klare Entscheidung getroffen haben.

00:01:02: Vorher wägen wir ab überlegen zweifeln aber wir handeln noch nicht wirklich.

00:01:07: Vielleicht kennst du das sobald man erst angefangen hat wird vieles plötzlich leichter.

00:01:13: Deshalb hilft oft ein überraschengleiner Schritt.

00:01:16: Nicht ich muss das ganze Projekt schaffen sondern Ich fange jetzt einfach für fünf Minuten an, denn Bewegung erzeugt oft neue Bewegungen.

00:01:25: Drei Gedanken zu mitnehmen!

00:01:26: Erstens – aufschieben hat meist mehr mit Emotionen als mit Faulheit zu tun.

00:01:32: Zweitens – unser Gehirn bevorzugt kurzfristige Entlastung auch wenn sie langfristig Stress erzeugen.

00:01:38: Drittens der schwerste Teil ist oft nicht die Aufgabe selbst sondern überhaupt anzufangen.

00:01:44: Merke dir du musst nicht alles sofort schaffen Aber vielleicht reicht es schon heute den ersten kleinen Schritt zu machen.

00:01:50: Kommt gut in die Woche, dein

00:01:53: Montagscoach!

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